Die 1.dreh:Fahrt,
2000km von Hessen über Luxemburg nach Oostende, über Brüssel und Dortmund zurück.



Am 26.September stiegen wir in das Auto. Nachdem wir Paulchen abgecheckt hatten sorgten wir für einen Eklat: Wir sammelten alle ein. Alle. Nachdem wir uns sozusagen gesammelt hatten, eingesammelt und gesammelt, fuhren wir los. Wir hatten die Grenze im Auge. Die westliche Grenze zu unseren Schwestern und Brüdern aus BeNeLux. Den ersten Halt machten wir eher spontan, wie es sich für eine Spontanfahrt gehört, in Thaleischweiler - Fröschen. In dieser kulturell hochwertigen Stadt nächtigten wir, nachdem wir die ansässige Jugend aufgemischt und demoralisiert hatten.
Am 27.September ging es weiter. Wir fuhren nach Luxemburg, ja fielen gerade zu ein. Man fragte: "Manger?" - Wir sagten: "Manger!", jedoch bot man uns nur Fleisch und derartige Dinge an, worauf wir gut und gerne verzichten konnten. Wir fragten andere und auch uns: "Verstehen Sie Deutsch?", was entrüstet von einer Studentin bejaht wurde. Also rannten wir mit hungrigen Mägen weiter, bis wir uns die Bäuche zeigten, die gebläht von Luft und Hunger in den Himmel fliehen wollten. Dagegen musste man vorgehen! Wir fuhren ausserhalb, kochten uns selbst etwas und so gelang es uns den Hunger zu stillen. Für den Moment. Doch was war das? Ein Mitglied der Gruppe musste zum Arzt. Wir fuhren also wieder nach Luxemburg, erreichten -letztendlich- das Maison Medical, wo das Mitglied sich behandeln ließ für einen geringen Unkostenbeitrag von 740,33 Euro. Das war zu verkraften, also ging es weiter mit 180 Km/h nach Oostende.





Am 28.September erreichten wir Oostende, die Stadt der verborgenen Lüste und der verwegenen Strandmöwwwen. Dort begegneten uns freudsche Versprecher und Sand im Kochtopf. Das war gut, doch was geschah: Das Kunstvereinsmitglied, das gestern noch beim Arzt war schnitt sich fast den Daumen ab mit einem Brotmesser. Dem galt Einhalt zu gebieten, also nahmen wir ihm das Messer ab und fütterten die Möwen, welche uns das Essen aus den Leibern picken wollten. Dem galt Einhalt zu gebieten! Dann kauften wir noch ein und weiter ging es nach Brüssel.
Am 29.September aßen wir auch ausserhalb. Jedoch gab uns ein italienischer Ober einen Euro zu wenig zurück, was man verkraften konnte, denn er hatte zu viel Whisky getrunken. Dann hieß es: Auf nach Dortmund, denn eine Aktivistin hatte davon geträumt in Dortmund zu landen. Das Trauma begann. Dortmund war der Tiefpunkt. Doch so sollte es nicht bleiben!


Am 30.September fuhren wir nach Marburg, wir erkundeten den Spiegelslustturm, den wir nicht zu Gesicht bekamen, aber dafür aßen wir eine große Katze. Mehre eigentlich. Sie waren sehr lecker und struppelig und MOLLIG. Ein Aktionist verschüttete Kirschbananensaft und so kam es zum Eklat: Der Ober ließ vom Chefkoch ausrichten, was wir denn gerne auf der Karte hätten. Das wurde gesagt! Im Rotkehlchen tranken wir dann noch Tee und schrieben an uns selbst Postkarten aus dem Ausland im Inland. Ende. Doch es wird eine Rückkehr geben! Letztendlich wurde alles gut und alle wussten, was man gewählt hatte. Doch alles Wählen half nichts!